Regionaltag 13.10.2025
Am Montag, dem 13.10.2025 fand von 10.00 Uhr – 17.00 Uhr unser REGIONALTAG auf der Karlshöhe in Ludwigsburg statt. Neben Neuigkeiten vom Verband und der Neuwahl des Sprecherteams ging es um das Thema "Bühne frei für eine neue Welt" – Die Einladung des Psychodramas in der metaphorischen Aufstellungsarbeit mit "Alice im Wunderland", gestaltet und geleitet durch Kathrin Schmieder.

Nach Begrüßung, Organisatorischem und einer kurzen Vorstellungsrunde befassten wir uns am Vormittag mit einem „Alice im Wunderland“ Psychodrama zur Fragestellung „Wer bin ich, wenn ich niemand sein muss.“ Dazu erhielten alle Teilnehmenden vom Themenspender (für ihn verdeckt) ihre Rolle als Alice, Dodo, Grinsekatze, Herzkönigin, verrückter Hutmacher, Kaninchenbau, Märzhase, Rabbit Hole, Raupe, Rosenanstreicher, Schlüssel, Teeparty, was schwächt/stärkt (jeweils zweimal vertreten!) und das weiße Kaninchen. Auf den Karten stand auch eine kurze Erläuterung, wie z.B. Du bist das Rabbit Hole …
- Du verkörperst die Veränderung.
- Der freie Fall ohne Orientierung.
- Du bist der Anfang einer langen Reise.
- Ein Sprung ins Ungewisse.
- Nach dir ist nichts mehr wie vorher.
- Und zugleich bist Du die Einladung, der Ungewissheit zu vertrauen.
Anfangs war das Psychodrama sehr verwirrend und zugleich „stimmig bzgl. der inneren Teile“, wie der Themengeber bemerkte. Er durfte immer wieder STOP sagen und die Stellvertretenden befragen. Da es auch um den Einfluss des Vergangenen ging, teilte er die Fläche zunächst durch eine symbolische Gegenwartslinie und später noch einmal orthogonal, so dass vier Felder entstanden. Zudem kristallisierte sich ein weiteres Zentrum „in der Zukunft“ durch die dort liegenden Symbole Herz, Hut, Fliegenpilze und Rosen. In der Nähe stritten die Raupe und die eine der Seiten, die stärkt, um den Platz auf einem Stuhl. Die Seite, die stärkt, holt sich einen Tisch, um darauf zu klettern. Viele weitere Szenen verflogen. Dann schienen das Rabbit Hole und die andere Seite, die schwächt, sich in die ferne Zukunft zurückziehen zu wollen. Der Themengeber lernte zu bitten, dass sie sich zusammenfinden mögen, und so gingen sie an Alice und den Rosenanstreichern vorbei zu einem Platz in der Vergangenheit, wo sie etwas später vom weißen Kaninchen beschützt werden. Dort hatten die Herzkönigin und der verrückte Hutmacher bereits ihren festen Platz gefunden. In der Gegenwart steht die andere Seite, die stärkt, mittig, daneben der Märzhase. Die Gruppe der Zukunft bildet eine Einheit im Halbkreis von links nach rechts: Die eine, die stärkt – Dodo – Die eine, die schwächt – Grinsekatze – Schlüssel – Raupe. Die eine, die schwächt hat inzwischen „den Hut auf“, und sie hält das Herz. Aus dieser Rolle heraus kommen diese Botschaften: „von außen geschwächt“ und „insgeheim schon immer den Hut auf“. In der Rollenbeschreibung heißt es zudem: „Doch Du bist auch Schutz“ und „Demut macht das Unmögliches erst möglich“. ̶ – Kaninchenbau und Teeparty haben sich indes in die noch fernere Zukunft gestellt.

Der Themengeber deutet das Ergebnis als befreiend, besonders, da manche Seiten nun einen guten Platz in der Vergangenheit gefunden haben und die Teile der Zukunft wohlwollend auf die Vergangenheit zurückblicken, während die gegenwärtigen sich – weitgehend geeint – der Zukunft zuwenden. Nachgedanke: „Je mehr ich über diese Raupengruppe nachdenke, desto mehr freue ich mich. Das ist so passend integriert. Das ist mein nächster Schritt. Der Schritt zu mir. Da ist alles drin, was ich brauche, um ich zu sein, ohne jemand sein zu müssen.“
Im Anschluss an die Mittagspause fand die „Teeparty“ statt – ein Format für die Einzelarbeit mit Bodenankern, welche aus den Motiven von "Alice im Wunderland" entstammen. Diese Arbeit fand jeweils in Dreiergruppen mit individuellen Themen statt. Durch eine schriftliche Schritt-für-Schritt Anleitung konnten die Teilnehmenden unabhängig voneinander spannende Erlebnisse und Ergebnisse gewinnen:
- Dein Fokus
- Wähle deine Berater
- Dialog mit deinen Beratern
- Kräfteverhältnisse spüren
- Neue Ordnung finden
- Transfer sichern
- Reflexion

Viel Freude beim Nachspüren!
Neuwahlen in der Regionalgruppe: In unserer Regionalgruppe Baden-Württemberg hat Silke Drehsen den Staffelstab an Petra Kern als 1. Regionalsprecherin übergeben. Silke bleibt uns als Schatzmeisterin weiter verbunden. Die übrigen Sprecherpositionen wurden wiedergewählt. Katharina Daboul (2. Regionalsprecherin), Sandra Brodtmann (3. Delegierte), Kai Pinnow (4. Delegierter).

Die Neuigkeiten vom Verband brachte uns die 2. Vorsitzende des DGfS Bettina Fechner nahe, die gemeinsam mit Volker Fleïng in ihrem Vorstandsamt bestätigt wurde. Zur neuen 1. Vorsitzenden ist Renate Da Rin gewählt worden. Als neue 3. Vorsitzende konnte Tatjana von La Valette gewonnen werden. Die Amtsperiode wurde durch die neue Satzung auf drei Jahre verlängert.
In der anschließenden Diskussion über Verbandsthemen wurden Bettina und Petra gebeten, das Thema Demokratie im Verband auf Leitungsebene anzusprechen. Es geht um den Wunsch, alle Mitglieder unabhängig von ihrem Status das aktive Wahlrecht zuzuerkennen. Etwaige Anreize für Mitglieder ggü. Fördermitgliedern sollten andere als eine Wahlberechtigung sein.
Zudem wurde diskutiert, inwieweit Fördermaßnahmen für Mitglieder in finanziellen Notlagen ermöglicht werden können. Auch dies sollte auf Verbandsebene besprochen werden.
Anschließend nutzen wir die Zeit, um uns von Kathrin Schmieder noch etwas mehr zum Hintergrund des Psychodramas und ihrer Arbeit mit unterschiedlichen Formaten (Alice im Wunderland, Der kleine Prinz, etc.) berichten zu lassen.
Danke allen Beteiligten.