Regionaltag 14.10.2024

Am Montag, dem 14.10.2024 fand von 10.00 Uhr – 17.00 Uhr unser REGIONALTAG auf der Karlshöhe in Ludwigsburg statt. 

Protokoll Workshop 1 & 2 von Kai Pinnow in Stichworten

1. Workshop „Körperarbeit & Systemische Aufstellungen“ - Betina Bickel & Katharina Daboul im Dialog zu diesen Themen: 
• Verlangsamen
• Sicherheit
• Mamma Papa Baby
• Resonanzen
• (Gegen-)Übertragung
• Ablehnung auch nützlich
• Schutzbedürfnis
• Anteile (erwachsene und kindliche)
• Haut Grenze
• Herzschlag (Hand auflegen)
• Körperhaltung, Becken …
• Handeinsatz (Zulässigkeit für HPP?)
• Notwendigkeit des Körperkontakts
• Selbstregulation
• Selbstwirksamkeit
• Aufstehen und Laufen: Veränderungen
• Anliegenklärung (symptomatische oder andere Ziele)
• Sozialphobie - Kontakt innere Anteile
• Integration dieser Anteile (damals/da)
• Sichere Beziehung in der Therapie
• Ggf. Teile aufstellen (außen vs. innen)
• Thema vs. Körperelemente bzw. Bewegungen
• Körperpiloten aufgreifen
• Bindungsarbeit
• Polyvagaltheorie
• Ggf. Craniosacral-Therapie
• Auch über andere Wege „ganzheitlich“
• Emotionale Erste Hilfe (& Prävention)
• Vernetzung mit Eltern-Kind-Gruppen, Ärzte, Hebammen, …
• Überforderung als Mutter zu erleben, ist schon die Lösung
• Spüren - Fühlen - Denken (innerer Beobachter)

2.Workshop: „Der Körper des Aufstellungsleitenden als Resonanzfeld der Aufstellung“ mit Katharina Daboul.
Katharina gab eine Einführung in das Thema Aufstellungen und Körper(therapeutische) Resonanz:
• Körper ist das, was immer da und wahr ist, aber ...
• „Bauchgefühl ist wagemutig für Therapierende“
• Also: Körpertherapeutische Resonanz schon im Vorgespräch anwenden.
• Man erfährt den Anderen im eigenen Bewusstsein und damit passiert auch was im Anderen („gesehen werden“)
• innerer Arbeitsraum: gesamthafte Wahrnehmung auch der kleinen Dinge am Rand und nicht nur des aktuellen Wissens oder Auftrags
• In der Leitung ganz transparent damit, was meinen Körper angeht und in ihm stattfindet (und Trennen von dem, wie es andere erleben: Feedback)
• Buchtipp: Norbert Klein... (Gopal): Ehrliches Wahrnehmen: Spüren - Fühlen - Denken (innerer Beobachter) & Aussprechen!!! —> muss keine Lösung finden als Begleitung (obwohl meist alle eine Lösung finden wollen)
• Yogi-Übung: schöpferische Wahrnehmung
• Bei sich bleiben mit innerer Intention, ohne spezielle Aufmerksamkeit nur nach außen auf den Anderen
• Worte: bei sich bleiben, statt auf den anderen zeigen...
• Es findet nicht beim Anderen statt, und ich muss nichts tun. Es findet in meinem Körper statt
• Wichtig: Man spürt nicht den Anderen sondern die Beziehung zueinander
• Das therapeutische Gefäß wird so größer, aber man muss nichts tun
• Selbstfürsorge (und auch schlechte Tage haben dürfen)
• Emotionen über eine Berührung empfinden (unterscheiden lernen zu eigenen Themen)
• nächster Schritt ist, die eigenen Erlebnisse ansprechen als Angebot zur Reflexion
• Spiegelneuronen...
• Entscheiden, wem und wann die Aufstellung ermöglichen mit Hilfe eigener und den Körperempfindungen der Bewerberinnen
• Ständiger Abgleich mit dem eigenen inneren therapeutischen Körpererleben
• Während Klientin (Kl) auf mich (Therapeutin – Th) zuläuft, kann ich ganz bei mir bleiben...
• Körperspüren vor Auftragsklärung Dokumentation der Aufstellung Vorgespräch
Th. an Gruppe: Eigenes kribbeln wahrnehmen (Resonanz), möchte am liebsten die Füße hoch nehmen... Sie sorgt für genügend Abstand und zugleich die Frage, ob ich dann Teil der Aufstellung werde... Habe Herzklopfen. Erst wählt sie Abstand, dann ich auch
Th an Kl: Anerkennen, was ist ... Erzähl mal ...
Kl: „Diabetes nach Virusinfektion und ich weiß, dass es nicht so sein müsste.“
Th an Gruppe: Körperwahrnehmung: kein sicherer Zustand, daher mehr verlangsamen, statt genauere Analyse des Themas (trotz Verdacht). Muss noch mehr Vertrauen herstellen.
Th an Kl: Wie war Beziehung zu Mutter (anfangs schlecht) und Vater (besser, durfte aber nicht sein).
Kl: Mutter Demenz und kurz vor Tod des Vaters konnte er zeigen, dass eine Verbindung da ist (in Arm nehmen, sehr spät, und wo es die Mutter gesehen hat und es nachahmte).
Th an Gruppe: Lausche Geschichte.... Abstand ... beobachtet ... (wir suchen den richtigen Abstand miteinander). Da geht es häufig um Hauptbezugspersonen). Enge bei Erzählungen zu Eltern ... zugleich ihr näher gekommen, mehr Energie zwischen uns
Kl an Gruppe : mein Thema ihr (TH) zu viel (Übertragung)
Th nimmt Gruppe mit in Reflexionsprozess: schaffe ich das nicht oder ... (soll ich das persönlich nehmen?) höre Apell der Kl: ... „bitte komm mir nicht so nah.“
Th an Gruppe: ALSO (noch) KEIN AUFSTELLEN als Entscheidung zu innerem Reflexionsprozess
Th an Kl: Wie bist Du jetzt grad da?
Kl: Druck in der Brust, Aufregung ...
Th an Gruppe: Innere wechselseitige Annäherung durch erzählen lassen der Klientin auf den 3 Ebenen Körper / Emotionen / Denken
Kl kann dann Anliegen formulieren: „das Körper wieder selbstständig Stoffwechsel reguliert, nach Bedarf Insulin fliesst, ...“
Th an Gruppe / Reflexion: Füße wollen sich heben... oder kreisen um den Auftrag (mein Körper bleibt unruhig), Wichtig ist jedoch: Ruhe heißt am Punkt sein, auch wenn es schwer ist.
Th an Kl.: Wenn dein Körper funktionieren würde?
Kl: Muss ich mich nicht selbst verletzen, Stressen etc. Und Leichtigkeit gewünscht
Th: Enge im Hals, ... aber ruhig im Körper!
Kl. (bestätigt das gleiche im Körper)
Th. An Gruppe: Hypothese zu Kl. - Kontakt mit ganzem Leben: Angst. Vermutlich frühes Muster „alles ok“, aber dann eben doch zu schnell, noch nicht aufstellen) -> Interpretation, die ich normal für mich behielte. Problem ist die öffentliche Arbeit jetzt. Versuche erneut Sicherheit in Kontakt zu bringen
Th an Kl.: Wo hab ich Dich verloren?
Kl: Es ist in Ordnung
Th: Körper noch angespannt, aber ...
Kl: Bin noch nicht bereit, suche mehr Sicherheit
Th: wäre es besser weniger transparent für die Gruppe zu sein
Kl: bin jetzt unsicherer geworden
Th an Gruppe: kann immer noch nicht arbeiten, sie spiegelt Unsicherheit
Kl: wenn du mir sagen kannst, dass du das kannst. Ich war sicher, anfangs, ...
Th: macht Angebot des Spürens auf beiden Seiten (Sicherheit im Körper JETZT erzeugen). Auf einem Boden kommen, den wir beide betreten können.  Beginnen mit den Füßen (wie sind sie auf dem Boden?).  Emotion, die sich in den Vordergrund... Und einen Gedanken dazu? -> jetzt aufstellungsbereit! (im Körper spürbar als Ruhe, Kl. Sagt JA und ist entspannt.

Aufstellung:

  • Th stellt Kl frei: Aufstellen mit Wählen oder Resonanz
  • Aufstehen und in Verbindung gehen...
  • Th entscheidet und kommuniziert an Gruppe: Interpretation später, Aufstellung laufen lassen (aus Rücksicht auf Klientin)
  • Gewählt: Stellv. Kl, Krankheit, Zukunft
  • Wahrnehmen, was im Körper geschieht
  • Th: ich nehme die Beziehung, die hier entsteht, in meinem Körper wahr
  • Aufstellung läuft still bis Stellv. aus dem Kreis gehen und sich setzen.
  • Gefühl? Freundlichkeit
  • Stellv. Klientin: Ich bin tapfer und gleichzeitig so überfordert
  • Th: Was ist beim Hinsetzen passiert?
  • Stellv. Krankheit erzählt: Trauer, etc. gewesen, Beruhigung gespürt, dass ich mich wieder zurückziehen kann. Sie (Kl) geht jetzt ihren Weg... (übersetzen des spüren, jetzt Leichtigkeit, muss nichts mehr machen... kann mich zurücknehmen)
  • Stellv. Klientin: Vorhin der Satz „lass mich in Ruhe“ Körper? Frei, Freude und „ich geh meinen Weg“ - habe alles Angestaute aufgelöst, und jetzt hab ich was Schönes
  • Th an Klientin: Zu Stellv. Klientin stellen als Angebot - in Begleitung? Ja (Begleitung durch Th gibt Kl. Sicherheit, In der Nähe bleiben).
  • Sie gehen zu dem Platz, wo Stellv. war / woher sie kam (und dann raus aus dem Kreis zur Stellv. Krankheit)
  • Kl: ... zittern Beine ... rückwärts
  • Bewegung - steh nicht zur Verfügung
  • Schüttelübung der Traumatherapie
  • Th: Brauchst Du Deine Zukunft (Intervention Blick auf Stellv. Zukunft anzubieten), und soll ich bei Dir bleiben? (Sicherheit anbieten)
  • Was ist mit Deinem Körper ? (an alle Stellvertreter und Klientin in Aufstellung)
  • Und in deinem?
  • Auf den drei Ebenen... s.o.

- wir müssen leider auf die Uhr schauen – Nachgespräch mit Gruppe /Aufkommende Fragen zur Methodik klären:

• Feedback: doppelter Auftrag (Klientin, welche die volle Aufmerksamkeit braucht und Gruppe)
• Das Ringen im Kontakt (Thema der Klientin) hat sich zugleich auch in der Aufstellung gespiegelt (Kontakt und Grenzen. Bindungsorientierung und Körperorientiert). Bleibe beim „Mitlaufen“ in der Therapeutenrolle.
• Je mehr die Klientin bei sich ist, desto weniger muss die therapeutische Ö ffnung sein.
• Zusätzliche Lösungssätze sind nicht unbedingt notwendig bei körperorientierter Aufstellung, können es aber verstärken.
• Laufen lassen? Frage an Klientin gestellt und ihr viel überlassen wg. Fokus Sicherheit: Wahlfreiheit.
• Brüchigkeit der Beziehung Kl-Th == Re-Inszenierung der urprünglichen traumatischen Erfharung der Kl.
• -> Lösung für Beziehungsbestätigung ohne Aufstellung wäre dann zuerst notwendig
...

Ergebnisse Umfrage DGfS Baden-Württemberg 

Dokument zu den Ergebnissen auf Anfrage.

 

Aktuelles aus dem Verband
• PDS www.praxis-der-systemaufstellung.de mit Olivier Netter / Redakteur & Regionalsprecher Berlin-Brandenburg:

• Neuer Internetauftritt der PDS-Online: 4 Bereiche: 1. Magazin PDS 2. Datenbank PDS 3. Printarchiv 4. NEU: Forum Interaktiv. Im 4. Bereich „Forum Interaktiv“: AG Transgenerationalität, AG Curriculum, offener Lesekreis, Texte & Videos können eingebunden werden & ONLINE SEMINARE möglich!!! Möglichst alles auf den 1. Blick Klick,  Suchmaschinen & KI eingebunden, Barrierefreiheit für Blinde, DGSVO-konform.

• Idee Online-Veranstaltungen mit Infosyon & Ö fS
• Aktualisierte Planung Präsenztreffen des Leistungsgremiums in Bayreuth 01.-03.11.24: Satzung Neufassung, DGfS & Markenkern
• Präsenztreffen des Leistungsgremiums 27./28.09.25: Wahl des Vorstandes
• DGfS BaWü Regionaltag in LB 13.10.2025: Neuwahl/Wiederwahl Regional-Team BaWü Ideen für nächsten Fachtag & Regionaltag 2025
• Identitätswechsel (Gender)
• LIP LebensIntegrationsProzess (W.Nelles)
• Aufstellen mit Pferden in Rastatt
• Aufstellen nach Bert Hellinger
• KI und Mediennutzung als Erkundungsaufstellungen

Abschlussrunde
• Aufschlussreicher Tag
• kostbar mit Engel (Skulptur im Raum)
• Dankeschön für die Orga des Regionaltage