Berichte

Sa./So.,18./19. Juli 2026 



Eine märchenhafte Reise mit Hildegard Wiedemann

Vom 18. bis 19. Juli 2026 fanden die Regionaltage unserer Regionalgruppe im Octogon-Institut in Wennigsen statt. Hildegard Wiedemann nahm uns dabei auf eine märchenhafte Reise mit, die durch das Grimm’sche Märchen „Jorinde und Joringel“ begleitet wurde.

Mit ihrer meditativen Haltung schuf sie einen tiefen und weiten Raum, in dem sie alle Teilnehmer*innen durch einen eigenen, ganz persönlichen Prozess führte. Märchen berühren etwas Kollektives in uns. So konnten wir als Gruppe gemeinsam wachsen, während zugleich jede und jeder Einzelne in die eigene Tiefe eintauchen konnte.

Hildegard nahm die individuellen Erfahrungen achtsam wahr und begleitete jeden Menschen mit großer Klarheit und tiefer Weisheit. Dabei gelang es ihr immer wieder, die persönlichen Prozesse behutsam aufzugreifen und in den gemeinsamen Gruppenprozess zurückzuführen.

Vielfältige, wunderbar aufeinander abgestimmte Methoden unterstützten diesen Weg: Freier Tanz, Kreistanz, Malen, Filzen und natürlich die Aufstellungsarbeit ließen das Märchen lebendig und unmittelbar erfahrbar werden.

Ein großer Dank gilt Hildegard Wiedemann, die unsere Regionalgruppe durch diese besonderen Regionaltage geführt und uns auf eine märchenhafte Reise mitgenommen hat – eine Reise, an deren Ende wie im Märchen Transformation und vielleicht auch ein kleines Stück mehr Ganzwerden standen.

 

 

 

 

 

 

 

Mi, 08.April 2026:

Regionaltag der Regionalgruppe Nord mit Hella Bogon zur Polyvagaltheorie

Erlebnisbericht: Unser Nervensystem im Aufstellungsraum erleben

Das zentraleThema des Regionaltages war: Was ist die Polyvagaltheorie und wie lassen sich ihre
Erkenntnisse in der Aufstellungsarbeit erfahrbar machen?

Nach der Begrüßung durch die neuen Sprecherinnen begann der Tag bewusst ruhig. Eine
angeleitete Körpermeditation führte weg vom Gedanklichen hinein in die unmittelbare
Wahrnehmung. Der Fokus lag auf Atmung, Körperempfinden und innerer Präsenz – eine erste
Einladung, das Nervensystem nicht als Konzept, sondern als lebendige Realität zu erleben.
Direkt im Anschluss wurde es konkret. Im Raum waren verschiedene Bilder auf dem Boden
ausgelegt, jedes mit einer eigenen Stimmung, Aussage oder emotionalen Färbung. Beim
Betrachten einzelner Bilder wurde deutlich, wie schnell und differenziert unser Nervensystem auf
Reize reagiert. Ohne bewusste Entscheidung veränderten sich Gefühle, Atmung, Herzschlag und
Muskelspannung. Besonders eindrücklich war, wie klar sich diese Zustände körperlich zeigen.
Vor der Mittagspause wurde dieses Erleben durch eine Einführung in die theoretischen
Grundlagen der Polyvagaltheorie ergänzt. Die zuvor gemachten Erfahrungen bekamen dadurch
einen klaren Bezugsrahmen: Die unterschiedlichen Reaktionsweisen des autonomen
Nervensystems wurden verständlich eingeordnet und miteinander verknüpft.
Am Nachmittag verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Aufstellungsarbeit. In mehreren
praktischen Aufstellungen wurde sichtbar, wie sich die Zustände des Nervensystems als Reaktion
auf bestimmte Auslöser anhand einer Skala zeigen und wie sie auf Veränderungen durch die
Arbeit mit Ressourcen reagieren. So konnten Prozesse des Nervensystems in ihrer Bewegung
beobachtet und in Richtung zu mehr Stabilität und Sicherheit begleitet werden.
Den Abschluss bildete eine gemeinsame Übung, die darauf ausgerichtet war, das Nervensystem
wieder bewusst in Richtung Sicherheit und Wohlbefinden zu orientieren. Die Gruppe kam noch
einmal zusammen, die Aufmerksamkeit richtete sich auf stabilisierende Empfindungen im Körper
und auf das Erleben von Ruhe und Verbundenheit.

Hella Bogon

Anerkannte Systemaufstellerin (DGfS)

Leadership Embodiment (körperorientiertes Coaching nach Wendy Palmer, USA)

EMDR

Psych-K® (Arbeit mit Glaubenssätzen über Kinesiologie (ähnlich Wing-Wave)

Trainerin für Transparente Kommunikation (nach Thomas Hübl)

Meditationslehrerin

Dipl.-Sozialpädagogin